
Etwas über sich selbst zu sagen ist nicht ganz einfach.
Doch möchte ich gerne einen Einblick in mein Leben geben, um vielleicht auch für meine Arbeit zu werben und Verständnis zu wirken.
Dabei will ich gar nicht unangenehm privat werden. Immerhin ist ein Teil meines Lebens ja doch recht öffentlich und von Vielen beobachtet.
Doch auf mein politisches Wirken ab 2018 in Partei und Stadtrat möchte ich nicht weiter eingehen. Da liegen mir andere Themen schon seit Jahrzehnten mehr am Herzen.
Wer also bis hierhin gelesen hat, der möchte vielleicht mehr erfahren. Also dann …
Geboren (1959) im Ruhrgebiet (Witten) als Sohn eines Hauers (=Bergmannes) und einer Hauswirtschafterin wuchs ich auf in einfachen aber geordneten Verhältnissen. Schulisch war ich so eher Mittelfeld.
Mit dem Abschluß der Realschule 1977 ging es mit jungen 17 Jahren erst einmal zur Bundeswehr. Nicht als Wehrpflichtiger, sondern gleich als Zeitsoldat (Ziel waren 12 Jahre, die aber erst einmal mit 4 Jahren begonnen wurden). Die Erstausbildung war dann 1.Flugzeugmechaniker, was auch spannend war im Umfeld Köln/Bonn, doch nicht meine Leidenschaft.
Mit meiner Bekehrung 1980 änderte sich meine Verwendung und ich lernte in ersten Schritten die Menschenführung. Im Rahmen der Passagierabfertigung kam ich meiner Berufung so ein gutes Stück näher. Habe ich schon meinen Gesellenbrief „Bürokaufmann (IHK) erwähnt? Den machte ich auf der Abendschule.
1984 gab es dann eine große Zäsur.
Ich heiratete, wechselt vom Staatsdienst in ein Vollzeitstudium Theologie und durfte hier wichtige Dinge für mein Leben lernen. Im Anschluß zum Studium gab es das Vikariat und ich bekam zum Thema „Wiedergeburt im Licht der Bibel und heutiger Zeitströmungen“ meine Ordinationsarbeit.
Später dann durfte ich noch ein Diplom in der Telekommunikation ablegen. Garnicht mal so schlecht, da ich keinen Weg in die Vollzeitigkeit im Gemeindedienst für mich sah. Auch mein Pastorenamt war immer nebenberuflich und dank gutem finanziellen Polster war dies auch möglich. Ist nicht der schlechteste Weg, wie ich meine. Gerne reiste ich auch zu kleineren Gemeinden, auch außerhalb unserer eigenen Kirche (Bundes), und predigte, wie es mir so möglich war.
In einem Seitenweg meines Lebens war ich seit 2018 auch politisch tätig. Als Mitgliederbeauftragter, Vorsitzender und schlußendlich auch Stadtrat in Wuppertal von 2020 – 2025 (sog. Stadtverordneter) versuchte ich christliche Werte in der Politik zu streuen, merkte aber, daß dies nicht meine Zukunft sein solle.
Als ehrenamtlicher Richter (sog. Schöffe) am Landgericht wirke ich im Jugendgericht und suche dort mit dem Richterspruch keine Strafe, sondern Hilfe anzubieten. Eine spannende Aufgabe mit großer Verantwortung. Vielleicht gelingt hier ja das eine oder andere Leben auf bessere Wege zu führen.
Mit der Rente 2020,
die Gesundheit forderte dies zwingend, war dann eigentlich mein Ruhestand geplant. Die drei Kinder waren groß und die Enkel erwärmten mein Herz. Doch die Wege Gottes sind voller Überraschungen. Eine davon ist, daß ich aufgefordert wurde, meine Erfahrungen als Mentor (Unterstützer) für Prediger und junge Gemeindegründungen zur Verfügung zu stellen.
Aktuell bewege ich mich da eher im Bereich „Multi-Kulti“ und unterstütze rumänische Gemeinden, Roma-Geschwister, Italienische Gemeinden und was Gott noch so führen mag. Ich kenne die Schwierigkeiten nur zu gut. Dabei geht es nicht unbedingt nur um die Sprache. Verwaltung, rechtliche Aufstellung und sehr praktische Problemstellungen prägen oft das Gemeindeleben und die Lreiterschaft soll da nicht alleine sein. Ich verstehe mein Wirken als Heler und Unterstützer und freue mich, auch wenn es manchmal ein zähes „Geschäft“ ist. Doch am Ende bauen wir alle an einem ewigen Werk – und das lohnt sich immer.






