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Ziel meiner Berufung

Holger Reich, leger

Mit diesem Beitrag wird es sehr persönlich. Doch was sollte es auch anderes sein? Ist es nicht vielmehr so, daß die Botschaft, die unsereins bringen darf, immer etwas sehr persönliches ist. Sind wir doch keine Briefträger, sondern Übermittler der Gedanken und Worte Gottes. das klingt vielleicht etwas überspannt oder gar dick aufgetragen, doch genau das ist es.

Meine allererste Aufgabe verstehe ich nicht darin, möglichst vollmächtige Predigten zu halten. Auch wenn es mir sicher gefallen würde, wie ein Spurgeon oder Reinhard Bonnke die Kanzel zum Brennen zu bringen und die Massen an Zuhörern anzuziehen. Diese Ebene habe ich verlassen. Zugegeben war dies eine lange Weile meine Vorstellung von einem wahrhaft berufenen Mann Gottes.

Ein Prediger sagte mal, daß er sich die ganze Woche darauf konzentrieren würde, die Sonntagspredigt vorzubereiten. Ich war sichtlich beeindruckt, zumal seine Predigten recht häufig Esprit hatten und er oft Wahrheiten sehr pointiert vortragen konnte. Dafür hatte ich ihn ein stückweit bewundert.

Doch sagt mir die Bibel mittlerweile etwas vollkommen Anderes. Mein Dienst, ja, mein ganzes Leben dient alleine einem einzigen Zweck. Und den bringt der Apostel Paulus persönlich sehr genau auf den Punkt.


„Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, 12 zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi,“ Epheser 4, Vers 11+12

Kern meiner Berufung

Tolle Reden, große Weisheiten und kraftvolles Evangelium zu demonstrieren, ist nicht Kern der Berufung zum geistlichen Dienst. Sondern das eigentliche Ziel ist es, täglich seine Energie, seine Leidenschaft und Erfahrung in eigene Jünger zu stecken.

Denn nicht jeder ist ein Apostel, Hirte, Pastor etc. Warum gilt das dann nur für diese Menschen? Tut es nicht. Paulus beschreibt hier ein Lebensprinzip. Was in der Familie anfängt, wird in den „großen geistlichen Diensten“ in aller Öffentlichkeit gelebt.#

Wie ist das gemeint? Nun, innerhalb einer Familie gibt es zunächst einmal Mann und Frau. Dienen sie Gott, dann dienen sie auch einander. Der Mann ist das Haupt, so wie Christus das Haupt der Gemeinde ist. Klingt schwierig, ist aber recht einfach. Als Mann tut man(n) (fast) alles, damit das Leben der Frau sicher gelingen kann. Versorgung durch Arbeit und Schutz durch geistliches Handeln bilden seinen Teil der Gemeinschaft. Die Frau erlaubt dies zu tun und erfüllt ihre „Rolle“ als Ehefrau. Der biblische Begriff der Unterordnung will hier verstanden werden als ein Unterstellen unter den Schutz des Mannes im doppelten Sinn. Nicht als unmündige Haushaltshilfe, sondern als ebenbürtige Partnerin mit besonderen Aufgaben. Biblisch betrachtet wurde die Frau aus der SEITE des Mannes geformt und nicht aus Fuß oder Kopf; ein Bild auf die Gleichwertigkeit der Frau. Es ist nicht gut, daß der Mann allein sei.

Im nächsten Schritt ist es das Ziel fruchtbar zu sein. Sowohl eigene Kinder zu zeugen und zu erziehen (auszubilden) ist hier vermutlich die höchste Berufung, die Menschen haben können. Die Zukunft aktiv zu gestalten beginnt hier und ist der Schlüssel für kommende Generationen. Darüber hinaus ist dann jede (gesunde) Form der Erziehung innerhalb der Familie als wertvoll anzusehen.

Berufung als öffentlicher Auftrag

Achtung: Hier spreche ich nicht über eine Jobmaschine. Hier geht es um den göttlichen Auftrag: „Machet zu Jüngern alle Völker.“ JEDER Christ hat hier die Basis seiner Berufung. Also nichts für Spezialisten. Auch nicht die sog. großen Apostel. Es geht um den Lebensstil.

Jeder Christ darf Menschen finden, die er zu Jesus führen darf. Doch damit nicht genug. Es geht um Jüngerschaft = Nachfolger zu kreieren. „Macht es so, wie ich es mache“ als Lebensmodell vorführen und nachmachen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Dazu braucht es keinen Engel von Himmel, der uns diese „besondere“ Berufung mitteilt, denn dieser Auftrag steht für immer festgelegt bereits in der Bibel und dort spricht Jesus direkt zu uns und zu allen, die noch kommen werden: „Macht es wie ich!“ (so wir denn Vorbild sind!)

Ziel der Bemühungen

Mein/Unser Auftrag ist ein neues Leben zu führen und auszuleben, was Jesus mir/uns vorgelebt hat. SEIN Vertrauen in die Führung des Vaters hat IHN nicht erfolgreich erscheinen lassen. Es hat IHN erfolgreich SEIN lassen. Ja, am Kreuz war ER erfolgreich. In der Auferstehung war ER erfolgreich, in der Himmelfahrt war ER erfolgreich und als Krönung kam ER in Gestalt des Heiligen Geistes und dadurch begann etwas, was bis heute in Millionen und Milliarden von Menschen wirksam wurde -> JÜNGERSCHAFT.

Fazit

Mein Leben ist nun schon recht lange auf dieser Erde und ich kann nicht absehen, wie lange es noch sein wird. Doch als letzten Auftrag nehme ich mit, mich in Menschen zu investieren und ihnen zu helfen, Jesus zu folgen. Nachfolger = Jünger zu sein, Gemeinden/Kirchen zu gründen und so Reich Gottes sichtbar zu machen.

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